Zweite Hand-Bauelemente, klingt merkwürdig? Doch diese wurden bereits hergestellt, die Energie und Ressourcen dafür bereits verwendet. Eine gebrauchte Tür wieder einzusetzen spart die “graue Energie”, die in ihr steckt. Sie muss nicht noch einmal hergestellt werden.
Diese Wiederverwendung an anderer Stelle hat allerdings ihren Preis in der Planung: Ein Bauelement, das abmontiert und andernorts wieder eingebaut wird, verliert seine Zulassung und muss im Einzelfall erneut beim TÜV beantragt werden. Das macht den Vorgang planerisch aufwendiger.
Doch was ist noch nachhaltiger als diese Form der Wiederverwendung? Bauen im Bestand! Hier werden Bauelemente dort weiterverwendet, wo sie bereits eingebaut waren, sie werden gar nicht erst abmontiert. Ein naheliegender Gedanke, der in der Praxis trotzdem selten konsequent umgesetzt wird.
Die Vorteile gegenüber dem Abbau und Wiedereinbau andernorts:
- Keine Zulassung geht verloren, keine Neubeantragung nötig
- Kürzere Transportwege
- Keine zusätzliche Energie für Ab- und Aufbau
Richtig geplant ist Bauen im Bestand damit nicht nur nachhaltiger, sondern auch günstiger und schneller umsetzbar als Neubau oder Abbau und Wiedereinbau.
Ob und wie viel vom Bestand Ihres Gebäudes erhalten und weitergenutzt werden kann, lässt sich am besten anhand der konkreten Bausubstanz klären. Melden Sie sich gerne, wenn Sie das prüfen möchten.
